Announcement

Collapse
No announcement yet.

Image Bereitstellung mit Symantec Ghost Solution Suite

Collapse
X
  • Filter
  • Time
  • Show
Clear All
new posts

  • Image Bereitstellung mit Symantec Ghost Solution Suite

    Allgemeines

    Wie bei vielen Dingen gilt auch bei Ghost: Viele Wege führen nach Rom. Wenn Sie mithilfe von Ghost Betriebssysteme verteilen wollen, gibt es einige nützliche Kniffe sowie einige Stolperfallen, die wir in diesem kleinem How-To betrachten wollen.

    Um Verständnisproblemen vorzubeugen, hier eine kurze Zusammenfassung der Begrifflichkeiten:
    • Basis-Image: Das Betriebssystem, welches auf die Zielrechner aufgespielt werden soll.
    • VM: Die virtuelle Maschine, in welcher das Basis-Image erstellt und konfiguriert wird.
    • Ghost-Image: Ist die (Image-/ Abbild-) Datei, in welcher Ghost Ihr Basis-Image speichert.



    Es bietet sich aufgrund der Snapshot-Funktionalität immer an, das Basis-Image, das auf multiple Rechner verteilt werden soll, in einer virtuellen Maschine zu erstellen und konfigurieren. Geht etwas bei der Ghost-Image-Erstellung schief oder Sie möchten nachträglich Dinge ändern, können Sie die VM komfortabel zurücksetzen und anschließend Ihr Basis-Image bearbeiten.

    Erstellen Sie das Image im Gegensatz dazu auf einer physischen Maschine, so muss diese Maschine stets irgendwo gelagert werden – andernfalls geht Ihr Basis-Image verloren und Sie können kein neues Ghost-Image erstellen. Außerdem sind Änderungen unter Umständen schwieriger, wenn Sie keinen Snapshot haben, um das Basis-Image zurückzusetzen.

    Vorbereitungen: Virtuelle Maschine, Konfiguration, Sysprep

    Erstellen Sie also im ersten Schritt eine VM (z.B. mit VMware) und installieren Sie Ihr gewünschtes Betriebssystem. Installieren Sie alle benötigten Programme und konfigurieren Sie die VM nach Wunsch. Damit es später nicht zu Problemen kommt, ist der nächste Schritt essentiell: Führen Sie Sysprep durch.

    Optimalerweise erstellen Sie vor dem Sysprep einen Snapshot, z.B. configured_before_sysprep. Jetzt führen Sie Sysprep mit den gewünschten Parametern aus. Beispielsweise:



    Denken Sie daran, zuvor eine Antwortdatei mit dem Windows System Image Manager zu erstellen, damit das Betriebssystem sich nach dem späteren Deployment selbstständig konfiguriert. Sie können alles konfigurieren, was Sie auch tun könnten, wenn Sie sich persönlich vor dem Client befänden. Beachten Sie, dass sich die Antwortdatei bei dieser Vorgehensweise innerhalb des Basis-Images befinden muss. Alternativ bietet Ghost eigene Sysprep-Funktionalitäten, auf die wir hier jedoch nicht näher eingehen werden.

    Nach dem Sysprep fährt die Maschine herunter. Jetzt erstellen wir einen weiteren Snapshot namens configured_after_sysprep. Dies hat den Hintergrund, dass wenn ein Fehler bei der Ghost-Image-Erstellung auftritt, Ihre VM unter Umständen das Betriebssystem bootet und neu konfiguriert. Sie haben nun einen von maximal drei Syspreps verbraucht. Deshalb führen Sie in diesem Fall nicht erneut Sysprep aus, sondern stellen den soeben erstellten Snapshot wieder her.

    Ghost Solution Suite: Image-Erstellung

    Sie haben Ihr Basis-Image vorbereitet und Sysprep durchgeführt. Im nächsten Schritt muss die VM mit dem Ghost-Server verbunden werden. Hierbei sind zwei Dinge von Bedeutung:
    1. Stellen Sie den Netzwerkmodus der VM auf Bridged (Netzwerkbrücke). Hiermit erreichen Sie, dass die VM dediziert angesprochen werden kann. Im NAT-Modus „teilt“ sich die VM den Netzwerkadapter mit physischen Maschine, wodurch Ghost die beiden Systeme nicht unterscheiden kann. Der Bridged-Modus weist der VM einen eigenen virtuellen Netzwerkadapter zu.

    1. Ändern Sie die Bootreihenfolge im BIOS Ihres Basis-Images, sodass an erster Stelle der Netzwerkboot (PXE-Modus) steht. Bei diesem Modus sucht das Basis-Image beim Hochfahren nach einem Server, von dem gebootet werden kann. Wir wollen schließlich nicht das Basis-Image selbst booten, da wir hiervon ein Abbild (Ghost-Image) erstellen wollen. Sollten Sie versehentlich das Betriebssystem booten, stellen Sie den Snapshot configured_after_sysprep wieder her und führen Sie die Schritte erneut durch.



    Starten Sie die VM, diese sucht nun einen verfügbaren Server:



    Anschließend lädt diese ein PE- (Pre Environment-) Image, von dem sie bootet.

    Öffnen Sie die Ghost Solution Suite Console auf Ihrem Server und prüfen Sie, ob ihre virtuelle Maschine unter „new computers“ angezeigt wird. Häufig taucht eine virtuelle Maschine mit dem Namen „0“, TemserialNumber oder einer kryptischen Bezeichnung auf.

    Sollte die VM den PE-Modus automatisch verlassen, liegt das mit hoher Wahrscheinlichkeit daran, dass die VM bereits einmal mit dem Ghost-Server verbunden war. Der Ghost-Server beendet automatisch PE-Verbindungen mit Geräten, die ihm bereits bekannt sind. Löschen Sie die VM aus der Ghost Console und verbinden Sie die VM erneut. Die Verbindung sollte nun nicht mehr unterbrochen werden. Warten Sie bis Sie die folgende Meldung erhalten:


    Ihre VM ist nun bereit, das Ghost-Image erstellen zu lassen. Konfigurieren Sie einen entsprechenden Job in der Ghost Solution Suite und führen Sie diesen aus. Während der Ghost-Image-Erstellung werden Sie über den Fortschritt informiert.


    Nach der erfolgreichen Beendigung des Jobs, finden Sie in dem von Ihnen festgelegten Ordner auf dem Ghost-Server eine Ghost-Image-Datei, erkennbar an ihrer Endung *.gho. Dieses Image ist nun bereit, deployed zu werden. Dadurch, dass Sie dem Basis-Image eine Antwortdatei hinzugefügt und diese dem Sysprep-Befehl übergeben haben, konfigurieren sich die Zielrechner nach dem Deployment automatisch.

    Dieser Artikel wird demnächst fortgesetzt. Wir werden uns damit beschäftigen, wie ein Image deployed wird und worauf dabei zu achten ist. Sie finden die Fortsetzung nachfolgend in diesem Thread.


    Bei Fragen wenden Sie sich gern über die info@niwis.com an uns.
Working...
X